Freitag, 31. August 2007

Wir sind dann mal weg ...

So, es ist soweit! Wir starten heute unseren ersten Ausflug. Um ca. 5pm fahren wir los nach Pittburgh.



Eigentlich wollten wir nach Chicago, aber dort ist ein Jazz Festival und daher irgendwie alles teurer und voller. Es ist also nicht gerade das richtige Wochenende, um Chicago kennen zu lernen. Als wir noch darüber nachdachten, was wir stattdessen machen könnten - schließlich ist am Montag Labour Day und somit haben wir ein langes Wochenende vor uns - erfuhren wir von Andrea, dass einige Salzburger den Plan haben, nach Pittsburgh zu fahren, und dass im 2. Auto sogar noch Plätze frei wären. Tja und heute gehts auch schon los.

Natürlich werden wir euch dann Montag oder Dienstag genau berichten, wie's war und mit Hilfe von Fotos die Eindrücke von unserem ersten Trip in eine Amerikanische Großstadt mit euch teilen.
Schönes Wochende dann!

Dienstag, 28. August 2007

Ein Post...

Ein Post sie zu loben,
sie alle zu preisen,
die entweder hier wohnen,
oder gern hierher reisen.

Ein Post um zu zeigen,
es ist nicht auszuschließen,
dass das Leben hier schön ist
und wirs so richtig genießen.


Jaja, gut ich hab verstanden. Ihr könnt nun aufhören, mit Tomaten zu werfen. Autsch! Hey, aufhören hab ich gesagt. Im Gegenzug hör ich auch zu reimen auf. Man wirds ja wenigstens mal versuchen dürfen.

Bisher haben wir uns in unserem Blog über einige Einzelheiten des American Way of Life lustig gemacht. Dabei kann schon mal ein etwas verzerrtes Bild der Amerikaner entstehen. Es gibt hier einfach sehr viele Sachen, für die die Amerikaner eine andere Lösung gefunden haben als wir Europäer. Was aber nicht heißen soll, dass ihre Lösungen so viel schlechter sind als unsere. Oder überhaupt schlechter. Es gibt nämlich schon auch Sachen, die die Amerikaner gut können. Eigentlich sind es sogar RICHTIG VIELE Sachen, die die Amerikaner RICHTIG GUT können. Ich werde hier nur mal ein paar davon aufzählen, um das Bild der Amerikaner wieder etwas ins rechte Licht zu rücken. Beim nächsten Eintrag werden wir dann wieder über sie herziehen - logisch :-)

Punkt 1 - Kino und Film
Es kann sehr, sehr angenehm sein, hier in Amerika zu leben. Zumindest, wenn man gerne ins Kino geht oder sich öfter mal eine DVD ausleiht. Neueste Kinofilme bekommt man hier nicht nur Monate früher zu sehen als der durchschnittliche Europäer, nein, man bezahlt auch nur einen Spottpreis dafür. Die Woodland Mall, unser Einkaufszentrum gleich um die Ecke, beherbergt auch ein Kino mit 5 Kinosälen. Die Betreiber besitzen die Großzügigkeit, ihren Gästen nur 2$ (wochentags) beziehungsweise 4$ (Wochenende) als Eintrittspreis abzuknöpfen. Fairer Preis. War schon zweimal dort und habe mir Die Simpsons - Der Film und Bourne Ultimatum angesehen. Von den Simpsons war ich etwas enttäuscht, aber Jason Bourne war super. Außerdem ist es nicht gerade teuer, hier eine DVD für einen Tag auszuborgen. Haben uns heute Ab durch die Hecke besorgt und zahlen grade mal einen müden Dollar dafür.

Punkt 2 - Einkaufen
Für alltäglichen Kram marschieren Kathi und ich immer zu Kroger. Das ist ein großer Supermarkt, der vielleicht 5 Gehminuten von unserer Wohnung entfernt ist. Habe ich erwähnt, dass der Supermarkt groß ist? Richtig groß. Die haben zum Beispiel einen eigenen Starbucks im Supermarkt. Und einen Japaner, der laufend frische Sushis rollt. Für unseren ersten Einkauf bei Kroger haben wir weit über eine Stunde gebraucht, weil es einfach so viel im Angebot gibt. Zuletzt waren George und ich kurz nach Mitternacht (nach dem Kinofilm) noch dort, um Getränke zu holen. Auch kein Problem. Groger hat 24 Stunden durchgehend offen, 7 Tage die Woche.
Das Interessante dabei: Für amerikanische Verhältnisse ist Kroger gerade mal durchschnittlich groß. WalMart ist der wirkliche Riese. Unsere Küchensessel kommen von dort. Und unser Salatdressing. Freunde von uns haben wiederum ihr Handy dort gekauft. Und sollte es mal hart auf hart kommen - Patronen für Waffen verschiedenster Kaliber kriegst du auch bei WalMart. Kurzum: die haben dort wirklich fast ALLES.

Punkt 3 - Offenheit
Würdet ihr in Österreich jemanden, den ihr gerade erst auf der Straße getroffen habt, nach Hause einladen? Oder jemandem, den ihr noch nie gesehen habt, anbieten, ihn einen ganzen Tag lang durch die Stadt zu chauffieren? Für Amerikaner ist das kein Ding. Seit wir hier angekommen sind, bemerken wir immer wieder, dass die Leute hier nicht so reserviert sind als zu Hause. Amerikaner kommen viel leichter miteinander ins Gespräch, sind auch Fremden gegenüber sehr hilfsbereit und freundlich. Die stürzen sich gleich Kopf voran ins Abenteuer, während man sich in Österreich zuerst einmal skeptisch und abwartend gibt. Ja, ich denke, reserviert ist ein gutes Wort. Glücklicherweise scheinen es nicht viele hier zu kennen.


Das waren nur mal eben 3 Punkte, die mir schnell eingefallen sind. Ich könnte diese Liste schon noch ein Stück fortsetzen. Werde ich aber nicht machen, keine Angst ;-)
Aber ich hoffe, ich konnte das Bild der Amerikaner in euren Köpfen wieder etwas zurechtzupfen.

Best wishes,
Manfred

Sonntag, 26. August 2007

The American Way of Life #5

Wie wir euch ja schon einige Male berichtet haben, erleben wir in den heiligen Hallen der örtlichen Supermärkte immer wieder heitere Überaschungen. So auch diese Woche ... zweimal.




Nadine kaufte sich bei KROGER Saft. Wie man auf diesem Bild erkennen kann, sind auf der Flasche Orangen, Mangos und eine Ananas abgebildet. Außerdem wurde damit geworben, dass dieser herrliche Fruchtsaft keine künstlichen Aroma-, Geschmacks- oder Konservierungsstoffe enthält. Zuhause stellten wir fest: Dieses Getränk enthält 1% Saft!

Ähnliches passierte uns früher diese Woche schon einmal mit Lasagne: Wir wählten die Sorte 7 Käse. Als wir dann nach einer gemütlichen 45 Minuten Mikrowellenrunde die Folie abzogen befanden sich auf dem lauwarmen Nudel-Soßen-Stapel max. 7 Käsefäden ... wie schmackhaft!

Fazit: Große Versprechen müssen nicht immer eingehalten werden.

Freitag, 24. August 2007

So ... die erste Woche ist rum.

Viele werden sich vielleicht gefragt haben "Warum schreiben die nix? Die sollen wieder was schreiben!" Der Grund für unsere orthographische Abwesenheit ist mit einem Satz erklärt: Wir hatten die erste Woche richtig Uni.

Alles fing ganz wundervoll am Montag Morgen an ... mit einem Körper und Geist belebenden Regenschütter, der den ganzen Tag anhielt. Da Kathi um 8:30 ihren Kurs unterrichten musste und dementsprechend aufgeregt war (noch dazu der Regen ... wer Kathi kennt, kann sich ihre Laune in ungefähr vorstellen), verließ sie um 7:45 in der Dunkelheit, denn die Wolken verdeckten die Sonne, das Haus und fuhr mit dem günstig-Taxi zur Uni, wo sie GottseiDank trocken ankam.
Währenddessen konnte Manfred wegen des Daumendrückens nicht mehr schlafen ... er konnte aber auch nichts anderes machen, also blieb er im Bett bis er um 9:20 sicher war, dass Kathi entweder alles gut hinter sich gebracht hatte, oder er ihr ohnehin nicht mehr helfen konnte. So verbrachte er einen einsamen Vormittag in Haus bis er dann zu Mittag auf den Campus fuhr ... mit dem Bus.

Nachdem sie sich viermal verpasst hatten, begegneten sie sich doch noch auf dem Flur und Kathi konnte Manfred endlich erzählen, dass ihre Studenten sehr nett waren und auch schon ein bisschen gelernt hatten zu sprechen. Sie verbrachten zwischen ihren Kursen etwas Zeit gemeinsam auf dem Campus bis Kathi heim fuhr und dort weiterberichtete. Als Manfred endlich um halb 22 uhr von der uni kam (Kurs bis 21 uhr!) wartete Kathi schon mit fast fertigem Essen ... und berichtete nochmals, was sie inzwischen eh schon allen berichtet hatte.

Nach einem langen ersten Tag fielen beide geschafft ins Bett. Im Laufe der Woche konnten Kathis Studenten immer mehr sprechen und auch zählen ... und sie entpuppten sich NICHT als mittelgroße Monster. Mit ihrer "begeisternden Art" (Zitat Kathis Mentor) kann Kathi ihre Kids zum Lachen und Lernen bringen ... zumindest bis jetzt.
Manfred musste erkennen, dass Uni in Amerika doch etwas anstrengender ist, als in Österreich. In den Graduate-Kursen ist ganz schön viel zu machen und man hat unter Umständen richtige Experten in der Klasse. Auch Kathis Filmseminar ist nicht ohne. Es wird von den Studenten hier viel verlangt. Man muss immer vorbereitet sein ... ein Grundsatz, den Kathi an ihre Studenten weitergibt.

Heute ist Freitag und Manfred und Kathi sind im wohlverdienten Wochenende angekommen. Trotzdem ist einiges zu lesen und zu planen (Kathis Studenten schreiben am Dienstag schon ihren ersten Test). Aber etwas Zeit zum Entspannen muss natürlich auch sein ... und vor allem Zeit zum Ausschlafen.

Auf besonderen Wunsch einer interessierten Leserin hier die Kurse, die wir hier an der Uni belegt haben:

Kathi:
- Englisch als Fremdsprache - akademisches Schreiben
- Filmseminar - Weimar Film
- Deutschunterricht an der Uni (als Fremdsprache)
- Autor und Werk (mit einer Gastautorin aus dem Mühlviertel ... wie lustig!)
- Workshop für teaching assistant für Deutsch
- außerdem mein Kurs: Deutsch für Anfänger plus Sprechstunden

Manfred:
- Amerikanische Geschichte - Amerika wird erwachsen (1914-1945)
- Amerikanische Geschichte - Amerikanische Diplomatie im 20. Jahrhundert
- Amerikanische Kultur - Kulturraum Appalachen
- Autor und Werk (gleicher Kurs wie Kathi)

Dienstag, 21. August 2007

The American Way of Life #4

Heute: Quizzen mit Manfred - Bonusfrage

Werde ich es wohl schaffen, die Auflösung der Quizfragen wie versprochen zeitgemöß Freitag abends ins Netz zu stellen?
a) Punkt 20 Uhr werden die Antworten da sein. Dachte ich am Freitag. Nun warte ich immer noch...
b) Oohm, da muss ich nachdenken. Ja, kann schon sein.
c) Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit: Nein!

d) Wer bin ich eigentlich? Und wenn ja, wieviele?

Tja, ahm, sorry für die Verspätung. Aber heute is endlich der große Tag gekommen - die Auflösung des Amerika-Quizzes. Also aufgepasst:


1. Beginnen wir mit einer leichten Einstiegsfrage: Wer wohnt nicht mit uns in unserer WG? (Mehrfachnennungen möglich!)
a) Debraleigh
d) Gaius Pupus

Zumindest für aufmerksame Leser unseres Blogs dürfte diese Frage nicht allzu schwierig gewesen sein. *in die Runde blickt*
Wer jedoch geglaubt hat, dass Gaius Pupus bei uns wohnt *wieder in die Runde blickt* ODER dass es sich dabei um einen Kosenamen für ähm... irgendjemanden... handeln könnte *jemanden aus der Runde fixier*, dem solle das wahre Antlitz des Gaius Pupus nicht länger verborgen bleiben... DAS ist Gaius Pupus (aus "Asterix erobert Rom"):

2. Nun wird's schon etwas schwieriger: Um wieviel Uhr (unserer Zeit) laufen die US-Talkshows Oprah Winfrey und Maury?
b) 4 p.m.

Nicht, dass Kathi und ich sowas anschauen würden. Was denkt ihr von uns? ;-)
Wir, ahm, haben da nur mal zufällig vorbeigezappt. *Doppelschwör* Aber lustig sind diese Talkshows irgendwie ja schon: Da die schon um 16 Uhr ausgestrahlt werden, dürfen keine Schimpfwörter darin vorkommen. Naja - blöde Sache, wenn eigentlich jedes zweite Wort ein Schimpfwort ist und deshalb rausgepiept werden muss. Es drängt sich förmlich der Gedanke auf, die wollen mit dem Gepiepse geheime Botschaften durchmorsen. (Ich bin noch am Entschlüsseln, aber sobald ich etwas weiß, lasse ich es euch wissen)


3. Eine, tja, etwas peinliche Frage: Wie lange habe ich wohl gebraucht, um beide (!!) Schlüssel meines Fahrradschlosses zu verlieren um somit wieder auf die gute alte Fußmaschine angewiesen zu sein?
c) 4 Tage

Der Geschädigte Manfred B. ließ über seinen Pressesprecher ausrichten: Kein Kommentar...

4. Klimawandel? Nie gehört... Wie lange, glaubt ihr, muss man in den Studentenheimen am Campus das kalte Wasser in der Dusche laufen lassen, bis sich endlich das Warmwasser dazu schaltet?
d) 45 Minuten

Du willst in den USA eine schöne, entspannende, warme Dusche nehmen? Das ist nicht das geringste Problem - vorausgesetzt du hast mal eben eine Stunde Zeit... In den Studentenheimen am Campus muss man nämlich tatsächlich 45 Minuten lang kaltes Wasser verpritscheln, bis sich das Warmwasser dazu schaltet. Ja, wir konnten es anfangs auch nicht glauben. Mittlerweile wurde uns das aber von verschiedenen Studenten bestätigt.

5. Klimawandel?? Ich sag doch, ich kenn das Wort nicht einmal... Ist es für Amerikaner wohl ein Problem, ihr Auto eine Stunde am Parkplatz am Stand laufen zu lassen, nur damit die Klimaanlage nicht abgestellt werden muss? (Mehrfachnennungen möglich!)
a) Nö.
b) Oh nein.
c) Nein, wirklich nicht.
d) Nein, nein und nochmals nein.

Ich habe Waterworld gesehen. Und End of Days. Und dann noch den einen Film, in dem die ganze Welt zufriert (Moment, war das nicht eh End of Days?). Egal. Ich weiß zumindest bombensicher, was passieren wird, wenn der Klimawandel anhält. Die Polkappen werden abschmelzen, von Ländern wie Holland wird nicht viel übrig bleiben und auch um Küstenstädte wie New York darf man sich Sorgen machen. Tut hier bloß keiner...
Die oben beschriebene Erfahrung mit dem Auto und der Klimaanlage haben wir gleich am ersten Tag unseres Amerika-Abenteuers gemacht, als wir vom Flughafen abgeholt wurden. Während wir auf einige weitere Austauschstudenten warteten, frösteteln Kathi und ich im Wageninneren. Dafür schwitzte Mutter Natur im Wagenäußeren und am Nordpol schmolz eine kleine Eisscholle traurig vor sich hin - nur wegen uns ;-)

6. Und schlussendlich - die Masterfrage: Wer heiratet in der derzeit hier laufenden Staffel von Greys Anatomy? (Mehrfachnennungen möglich!)
d) Niemand der genannten

Hätte ich mir doch gar nie getraut, hier irgendetwas auszuplaudern. Man will sich ja nicht den Zorn der heimischen Grey's-Fans zuziehen. Also: Selber anschauen! :-)

So, dann wollen wir mal zur Auswertung schreiten. Nach einem harten Rennen setzte sich anonym gegen anonym mit 6-2 richtigen Antworten durch. Die Tabelle sieht also folgendermaßen aus:
1. anonym 6 Punkte
2. anonym 2 Punkte
Anonym hat sich durch die 6 richtigen Antworten also schon mal seine/ihre Ansichtskarte aus New York gesichert. Und ich will mal nicht so sein und auch anonym eine Ansichtskarte schicken, nachdem er/sie das Eis gebrochen und als Erste(r) geantwortet hat.

Keine Angst, ich weiß, wer ihr seid ;-)

Bis bald!

Manfred

Samstag, 18. August 2007

Full Pull!!!

Am Freitag waren in Bowling Green die National Championships im Traktor-Pulling! Natürlich sind wir dorthin gegangen und haben uns die scharfen Karossen angeschaut.

Mit unseren sauberen und nicht kaputten Jeans und Shirts waren wir absolut overdressed. Außerdem fielen wir schon am Eingang auf, weil wir weder Bier, noch Kühlbox, noch Klappstühle mitgebracht hatten. "Hill Billies" ist der amerikanische Ausdruck für eine Mischung aus Farmer und Holzarbeiter ... oder Hinterwäldler ... und so lässt sich auch das Publikum bei einer solchen Veranstaltung beschreiben. Aber was gibt es nun zu sehen, wenn der Durchschnitts-Midwestler zum Traktor-Pulling geht?
Zuallererst natürlich Autos ... nein, Autos ist der falsche Ausdruck ... Trucks (und ich meine damit nicht etwa so mickrige Gefährte, wie unsere heimischen LKW!), Motorhomes (nicht zu verwechseln mit der Miniversion, dem Wohnmobil) und Traktoren (John Deere natürlich). Wir lassen an dieser Stelle die Bilder, die wir gemacht haben für sich sprechen.







Eine echte Attraktion war der Monstertruck (the famous "Grave Digger") ... leider konnten wir kein Foto machen, wo jemand von uns drin sitzt ... das geht nur am Sonntag.



Aber nun zum wichtigsten Part der Veranstaltung: den Wettbewerben. Auf zwei Bahnen ziehen die ... Gefährte um die Wette. Die geschaffte Strecke ist entscheidend. Hat man die ganze Bahn geschafft, brüllt der Sprecher Fuuuuuuuuuuull Puhuuuuuuuuuuuuuuull!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!




Zusehen kann man bei dem ganzen Spektakel von der Tribühne aus, von den vorderen Mitbring-Klappsessel-Plätzen, oder (wie richtige Amerikaner) von einem Golfauto aus ... das praktische daran: man muss nicht einen Meter zu Fuß zurücklegen!






Je dunkler es wird, umso besser wird die Stimmung. Man jubelt, wenn ein Full Pull geschafft wird, man jubelt umso mehr, wenn der Teilnehmer besonders schlecht war oder gar der Motor mit einem lauten Knall den Geist aufgibt. Außerdem werden diejenigen, die aus Spaß am Alkohol mit ihren Kumpels raufen, immer mehr.



Traktor-Pulling ... ein beliebter Sport hier im mittleren Westen der USA, eine neue Erfahrung für uns und ein Megaevent in Bowling Green.

Freitag, 17. August 2007

Universum - der Graduate Student

In den Gebäuden und Parkanlagen amerikanischer Unis, mit den Eichhörnchen in perfekter Harmonie, lebt der Graduate Student - eine besondere Art des auch bei uns heimischen Studenten. Doch wie erkennt man, dass es sich nicht bloß um einen sogenannten "undergrad." handelt?

Die Grads (Kurzform) kehren früher, als die undergrads aus ihrem Sommerdomizil auf den Campus zurück, sind jedoch nur selten dort ansässig. Im Unterschied zu den undergrads leben sie meistens "off campus", also im sicheren Umland, in kleineren Gemeinschaften oder alleine. Sie sind Abend- und Nachttiere, die oft erst in der Dämmerung auf dem Campus auftauchen und nach Einbruch der Nacht auch in der Unruhe der Stadt sträunen.

Da in der natürlichen Hackordnung der grad deutlich über dem undergrad steht, kann man ihn auch in der Rolle einer Art Lehrmeister beobachten. Er gibt sein Wissen an undergrads weiter, was ihn jedoch dazu zwingt, schon morgens seinen Bau zu verlassen. Wenn man ihn tagsüber am Campus antreffen kann, dann am ehesten in einem sogenannten "office", einem kleinen Unterschlupf für bis zu vier Tiere, die dort sehr beschäftigt scheinen, oder an den gemeinschaftlichen Futterstellen.

Der wohl rätselhafteste Vorgang im Leben eines grads findet jedes Jahr im Mai statt. Die grads legen ihr Federkleid zu gunsten einer schwarzen Robe ab und legen quadratischen Kopfschmuck an, dessen Quaste sich wie von Zauberhand von einer Seite auf die andere legt. Dieser bisher noch nicht geklärte Vorgang scheint eine bedeutende Wende im Leben der grads darzustellen. Wenige lange Nächte später verlassen sie den Schutz der Gemeinschaft und ziehen ihr restlichen Leben durch das ganze Land.

Ratet mal, was wir sind (Anm. der Redaktion)

Donnerstag, 16. August 2007

Walking Home

Kathi hat heute bereits den 4. Tag ihres GradStep-Programms an der Uni. Sie ist da leider schon jeden Tag so richtig eingespannt - die Kurse beginnen um 8.30 morgens und dauern meistens bis 5 Uhr abends. Sie ist also bereits dabei, sich an den Uni-Alltag zu gewöhnen.
Ich hab frei, bin aber auch nicht ganz untätig. Bin bereits auf den Campus gegangen und habe mich mit Mike getroffen. Mike ist auch Geschichte-Student und war freundlicherweise so nett, mir beim Auswählen meiner Kurse für dieses Semester zu helfen. Nun bin ich fertig damit und hab noch etwas Zeit übrig. Werde also nen kleinen Spaziergang durch die Stadt nach Hause machen. Falls du auch kurz Zeit hast - ich würd mich über etwas Gesellschaft freuen. Also los!

Nur ein paar Schritte vom Campus entfernt, schlägt mein Herz auch gleich einmal schneller. Daran sind nicht (nur) die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit schuld, sondern auch das Bowling Green Fire Department, das sich direkt an der anderen Straßenseite befindet. Die haben hier ein paar echt schicke, typisch-amerikanische Feuerwehrautos stehen. Werfen wir also gleich mal einen Blick hinüber:



Ein Stückchen weiter kommen wir in die "Innenstadt" von Bowling Green. Die Bezeichnung "Innenstadt" ist vielleicht etwas übertrieben, aber hier ist definitiv am Meisten los. Die Amis sind übrigens keine großen Freunde von Umfahrungsstraßen, deshalb finden sie auch gar nix dabei, dass direkt durch ihre Stadt eine gut befahrene 4-spurige Straße führt. Herr und Frau Durchschnittsamerikaner lieben es eben, überall mit dem Auto hinfahren und am besten alles vom Auto aus erledigen zu können. Drive-In-Schalter gibts hier deswegen auch nicht nur bei Fast-Food-Restaurants, sondern auch bei Banken, Apotheken, Postämtern etc.
So sieht es jedenfalls "downtown" aus:




Nett sind hier vor allem die verschiedenen Lokale und Geschäfte. Manche sind erst in den letzten Jahren gekommen, andere existieren schon seit Jahrzehnten und haben wohl auch schon bessere Zeiten erlebt. Zu dieser Gruppe gehört auch das Innenstadt-Kino, das aber dennoch einen gewissen Charme versprüht. Würde mir gerne mal einen Film drin ansehen, hoffentlich finden wir mal Gelegenheit dazu.



Meistens biege ich dann bald in eine der vielen Seitenstraßen ein, um weg von der Hauptstraße und ihrem Lärm zu kommen. Die Nebenstraßen sind meistens kaum befahren und sehr ruhig. Gehsteige gibts hier übrigens erst seit kurzem, zuvor hatte man als Fußgänger einfach Pech. Als verwöhnter Europäer vermisse ich noch Leitplanken zwischen dem Gehsteig und der Hauptstraße. Gibts hier aber nicht - der Gehsteig ist gerade mal von nem schmalen Grasstreifen von der Straße getrennt. Okay, man kann eben nicht alles haben.
So, vor lauter Getratsche wäre ich fast am Gerichtsgebäude vorbeigelaufen. Aber nur fast :-) Hier ist es:



In den Nebenstraßen ist es wirklich meistens sehr ruhig - das heißt aber nicht, dass man dort alleine ist. Ganz im Gegenteil: Hier hopst allerlei lustiges Getier herum. Interessanterweise sieht man kaum Katzen oder Hunde herumstreunen. Die Gegend hier ist vielmehr fest in der Hand von wilden Kaninchen und Eichhörnchen. Pensionisten hängen deshalb auch keine Vogelhäuschen in die Bäume, sondern befestigen Maiskolben an Baumstämmen, mit denen sie Eichhörnchen anlocken wollen. Eichhörnchen wie dieses hier:



Lastwägen kennen die Amerikaner kaum. Dafür kennen die Trucks. Richtige TRUCKS. Hat ein Amerikaner mal etwas Kleineres zu transportieren, hat er ziemlich sicher irgendwo Zugang zu einem Pick-Up. Also entweder besitzen sie selbst einen, oder sie können sich irgendwo so ein Ding ausborgen. Falls die aber mal etwas Größeres bewegen müssen, muss ein Truck her. Da gibt es eigentlich nix dazwischen. Dieser Truck hier zum Beispiel ist die amerikanische Ausführung eines Umzugs-LKWs. Ein paar amerikanische Studenten, die heute ihr Haus in Bowling Green bezogen haben, haben ihn zum Übersiedeln angemietet.


Die Häuser in den Siedlungen sind eigentlich allesamt recht nett anzusehen. Viele davon sind ganz typisch amerikanisch. Es sind also keine Ziegelbauten, sondern überwiegend Holzhäuser - dafür haben sie viele Giebel, Erker, lustige Ecken und Verandas. Meistens darf auch die amerikanische Flagge am Eingang nicht fehlen. Die ist hier zwar gerade nirgends erkennbar, aber ich denke, ihr könnt euch trotzdem ein sehr gutes Bild von den Häusern hier machen:



Sagte ich nicht, dass es in den Seitenstraßen eher ruhig zugeht? Hier der Beweis...
Die Amerikaner halten übrigens nicht besonders viel davon, ihre elektrischen Anlagen ins Innere des Hauses zu verlagern. Gaszähler, Klimaanlage, Heizung, etc. befinden sich zumeist außerhalb des Hauses. Deshalb kann man hier manchmal auch ganz lustige Gebilde aus diversen Strommasten, Telefon- und Stromleitungen entdecken, die von Haus zu Haus führen. Hier am Foto is das auch ansatzweise erkennbar.




So, und das war's dann auch schon wieder. Da wären wir. Home Sweet Home. Unten seht ihr unser Zuhause für die nächsten 10 Monate. Hinter der grauen Tür verbirgt sich unsere (mittlerweile schon ganz ordentlich eingerichtete) Wohnung, die wir mit George und Nadine teilen. Vielen Dank für's Nach-Hause-Begleiten!



Liebe Grüße,

Manfred

Dienstag, 14. August 2007

The American Way of Life #3

Heute: Quizzen mit Manfred

1. Beginnen wir mit einer leichten Einstiegsfrage: Wer wohnt nicht mit uns in unserer WG? (Mehrfachnennungen möglich!)
a) Debraleigh
b) George
c) Nadine
d) Gaius Pupus

2. Nun wird's schon etwas schwieriger: Um wieviel Uhr (unserer Zeit) laufen die US-Talkshows Oprah Winfrey und Maury?
a) 2 p.m.
b) 4 p.m.
c) 8 p.m.
d) Mitternacht

3. Eine, tja, etwas peinliche Frage: Wie lange habe ich wohl gebraucht, um beide (!!) Schlüssel meines Fahrradschlosses zu verlieren um somit wieder auf die gute alte Fußmaschine angewiesen zu sein?
a) 4 Minuten
b) 4 Stunden
c) 4 Tage
d) ach, du verlierst doch nie was...

4. Klimawandel? Nie gehört... Wie lange, glaubt ihr, muss man in den Studentenheimen am Campus das kalte Wasser in der Dusche laufen lassen, bis sich endlich das Warmwasser dazu schaltet?
a) 6 Minuten
b) 7 Minuten
c) 8 Minuten
d) 45 Minuten

5. Klimawandel?? Ich sag doch, ich kenn das Wort nicht einmal... Ist es für Amerikaner wohl ein Problem, ihr Auto eine Stunde am Parkplatz am Stand laufen zu lassen, nur damit die Klimaanlage nicht abgestellt werden muss? (Mehrfachnennungen möglich!)
a) Nö.
b) Oh nein.
c) Nein, wirklich nicht.
d) Nein, nein und nochmals nein.

6. Und schlussendlich - die Masterfrage: Wer heiratet in der derzeit hier laufenden Staffel von Greys Anatomy? (Mehrfachnennungen möglich!)
a) Meredith
b) Izzy
c) Alex
d) Niemand der genannten

So, das wars auch schon. War doch gar nicht so schwer, oder? Eure Antworten sendet ihr mir bitte als Kommentar zu diesem Eintrag. Also gleich eure Antworten notieren, unten auf Kommentare klicken und eintragen. Das Quiz läuft bis Freitag abend, ihr solltet also nicht allzu lange trödeln...
Zu gewinnen gibt's natürlich auch was: Allen, die es schaffen sollten alle 6 Fragen richtig zu beantworten, werden wir eine Ansichtskarte aus New York schicken - versprochen. Vorausgesetzt natürlich, wir schaffen es in diesem Jahr tatsächlich, mal da hin zu kommen (Planungen laufen).

Montag, 13. August 2007

Unser Zimmer ist eingerichtet!

Seit Sonntag ist unser Zimmer endlich wohnlich. Global Connections (diese Organisation aus unterschiedlichen Kirchen) hat ein "Free Food and Furniture" Frühstück veranstaltet. Dort gab's für alle international Students Frühstück/Mittagessen, Brot zum mit-nach Hause-nehmen und eine Art Tombola. Schon als wir gekommen sind konnten wir im großen Zelt im Garten der Kirche und im Keller (!) der Kirche anschauen, was es gibt: Schreibtische, Esstische, Kommoden, Kästen, Sessel aller Art, Lampen, neue Geschirrsets, Mikrowellen, Computer, ... Alle diese Dinge wurden für uns gespendet und an diesem Tag verschenkt. Es gab eine Verlosung, und wer gezogen wurde, durfte sich ein Stück aussuchen, das dann ihm gehörte. Nachdem alle neuen international Students dran waren, konnten alle (auch wir nocheinmal) durchgehen und sagen, was wir haben wollten. Solange noch kein Aufkleber dran war, konnten wir uns aussuchen, was wir wollten.

Tja ... nach der Veranstaltung wurden wir mit einem Pick-up-Truck voller Möbel heim gefahren. Was soll ich sagen ... unser Zimmer ist auf jeden Fall komplett. Kathi war als dritte dran und hat einen erstklassigen Schreibtisch für unser Zimmer bekommen, Manfred war der fünfte (von ca. 70 Studenten!!!) und wählte einen Esstisch für die gemeinsame Küche. Außerdem haben wir eine Stehlampe für's Wohnzimmer (weil wir da komischerweise kein Licht haben), eine kleine Kommode und einen Kuschelsessel für unser Zimmer. Wir fühlen uns in dieser neuen Umgebung sehr wohl und sind nun vorbereitet auf die Uni!

Kathi ist diese Woche schon jeden Tag an der Uni. Die regulären Kurse haben zwar noch nicht angefangen, da sie aber ein "Graduate Student" ist (Student im Abschlussjahr), das sie doch ein ziemlich dichtes Programm: allgemeine Orientierungs- und Pädagogikkurse wechseln sich mit Teaching Assistant Kursen und individuellen Beratungsstunden am German Department ab. Also jeden Tag 9 to 5.
Manfred hat die Woche noch frei. Für ihn ist es noch eine Zeit des Zurechtfindens und der Beratung. Kathis "Advisor" (beratende Professorin) hat ihn unter ihre Fittiche genommen und sich bereit erklärt, auch mit ihm seine Kurse durchzugehen und ihn durch das Jahr in BG zu geleiten (was sehr nett ist, da sie ja gar nicht von seiner Fakultät ist!).

Wir sind also in guten Händen und leben uns mit jedem Tag mehr hier ein.

Samstag, 11. August 2007

Campus-Tours

Herzlich Willkommen, meine Damen und Herren,
werte Pensionisten und Junggebliebene!



Im Namen von Campus-Tours möchte ich Sie alle recht herzlich zu unserer heutigen Rundfahrt begrüßen. Unser Busfahrer Sepp hat eine höchst interessante Rundfahrt für Sie zusammengestellt, die Sie an einige der interessantesten Punkte des BGSU-Campusses bringen wird. Also bitte nehmen Sie nun Platz, hören Sie auf mit Ihrem Nachbarn um die Armlehne zu streiten und begeben Sie sich mit mir zu unserer aufregenden Rundreise!

Zu Ihrer Linken sehen Sie nun bereits unsere erste Sehenswürdigkeit: Die "Bowen-Thompson Student Union".


Hier treffen sich du Studenten zum Lunch. Starbuck's, Wendy's, Zza's Pizza und die Cafeteria bieten alles an, was man gerne isst. Außerdem kauft man hier seine Schulbücher, Schulsachen, BGSU Klamotten und alle anderen Merchandising Artikel; man bringt seine Karten, Briefe und Pakete zur Poststelle oder lädt seine BG1-Card (den Studentenausweis) auf, um überall am Campus damit bezahlen zu können.

Nur ein paar Ecken weiter kommen wir an der "Shatzel Hall" vorbei.


Im Inneren befindet sich das GREAL Department - Deutsch, Russisch und ostasiatische Sprachen ... und seit Neuestem Suaheli. Ganz schlaue unter Ihnen haben vielleich bereits bemerkt, dass dies das Gebäude ist, in dem Kathi viel Zeit verbringt. Hier finden ihre Kurse statt, hier unterrichtet sie German 101 - Elementary Language and Civilisation, hier hat sie ihre Sprechstunden. Das German Department ist relativ klein und sehr familiär. Man kennt hier jeden und alle sind sehr nett und hilfsbereit.

Zufällig gleich gegenüber ist die "Williams Hall", wo das History Department untergebracht ist. Hier finden Manfreds Kurse statt. Wie GREAL ein ehrwürdiges Gebäude mit gemütlichem Inneren.



Zwischen den Departments befinden sich erstens viele Parkplätze ...



... zweitens viel Grün ...



... und drittens die Fraternity und Sorority Gebäude, wo die Bruder- und Schwesternschaften residieren und die Mitglieder mitten am Campus gemeinsam wohnen.



So ... unsere Rundfahrt ist hier nun leider zu Ende. Wir befinden und wieder an der Student Union. Gehen Sie doch hinein und trinken Sie noch einen Kaffee ... und vergessen Sie nicht, sich ganz neu einzukleiden!


Mittwoch, 8. August 2007

Die WG ist komplett!

Unsere Wohnung ist jetzt voll bewohnt, alle Zimmer sind voll.
Am Dienstag ist George nach einer 10 -12 stündigen Fahrt von New Jersey nach Bowling Green hier angekommen ... und hat einen Fernseher und einen dvd Player mitgebracht!!! Wir haben uns seeeeehr darüber gefreut und gleich eine DVD von zu Hause angesehen ... in schwarz-weiß, weil das System hier ja anders ist. Es hat uns aber trotzdem sehr gefallen, wieder einmal aus so einem Kasten jemanden sprechen zu hören.
Ab morgen haben wir dann auch 200-kanäle-Kabelfernsehen ... Juhuuuuui!!!!! Seit Georges Eltern hier sind, kommen sie so 3, 4 mal am Tag vorbei und bringen Sachen mit. Sie sind sehr nett und führen uns etwas ins amerikanische Familienleben ein. (Generell sind diese Freundlichkeit und die Herzlichkeit, mit der einem alle hier begegnen echt faszinierend - im Positiven natürlich.)

Gemeinsam mit den Leuten, die hier wohnen, werden auch die Möbel, die unsere Wohnung schmücken immer mehr. Heute haben wir unsere Couch abgeholt ... und einen Werkzeugkasten dazu bekommen. Für unsere isländischen Freunde aus der Nachbarschaft kommt der Tag der Heimreise immer näher und da sie jetzt 3 Jahre hier waren, haben sie relativ viel Zeug. Da ist schon das ein oder andere Küchenequipment für uns drin gewesen. Es ist überraschend, wieviel wir in der kurzen Zeit, die wir hier sind, mit so wenig Geld organisiert haben!
Manfred und ich sind kurz davor, uns beim "Bike Man", bei einem fleißigen Rentner, der in seiner Garage Räder fit macht, ein Fahrrad zu kaufen. George und Nadine haben schon eins und beide haben keine $ 30,- dafür bezahlt (und es sind gute Mountainbikes!).

Da unsere Couch so gemütlich ist, will Manfred gar nicht in BETT, das wir heute geschenkt bekommen haben (von Kerrys Vormieter). Unser Zimmer ist trotzdem noch sehr unfurnished. Wir werden aber die Augen offen halten und bis die Uni anfängt, haben wir sichen dann richtige und vollständige Einrichtung. Es sind ja immerhin noch 1,5 Wochen, bis dann wirklich die Kurse angehen. Bis dahin ist alles noch Orientierung und noch nix zu machen. Wir haben also genug Zeit uns mit unseren 200 Kanälen noch voll vertraut zu machen :o)

The American Way of Life #2

Heute: Eiscreme

Kennen wir nicht alle tolle Eiscremesorten? Erdbeere zum Beispiel. Vanille. Oder Schokolade. Da hat man ja geradezu die Qual der Wahl. Was nehmen wir denn heute bloß? Is ja auch gar nicht so leicht, sich für eine Lieblingssorte zu entscheiden, wenn man 3 Sorten zur Auswahl hat.

Wenn diese Beschreibung auf Sie zutrifft, sollten Sie niemals (und ich meine wirklich NIEMALS) in Amerika versuchen, Eis zu erstehen. In Amerika, dem Land in dem man Milch in Kanistern und Haargel literweise kaufen kann, ist auc
h die Eisauswahl überdimensioniert. Hier mal unsere ersten 3 Eissorten, die nach langem Auswahlprozess in unserem Einkaufswagen (und in weiterer Folge in unseren Bäuchen) gelandet sind:



Rechts im Bild sehen wir half baked: man hat hierfür hellen und dunklen Keksteig unter die Eismasse gerührt ... hurra, ein Zuckerschock!!!
In der Mitte, unser favorite, Karamel Sutra (der Name ist schon ein Hit!): das ist Karamelleis ... aber natürlich nicht nur das. das wäre ja banal! In der Mitte des Behältnisses befindet sich ein flüssiger Karamellkern (der sich so zieht, wie im Twix) ... es gibt für alles noch eine Steigerung ...
Ganz links schließlich befindet sich der Gipfel US-amerikanischer Eissortenunterhaltung: Fish food nennt sich diese Kreation meisterlicher Hand, die sich durch eingegossene Schokoladenfische und Marshmallows (!!!) auszeichnet ... da fehlen einem die Worte.

Wie alles andere hier ist also auch die amerikanische after-Eis-Übelkeit größer als in der Heimat.

Montag, 6. August 2007

Der erste Tag an der Uni

Heute waren wir den ersten Tag so richtig an der Uni. Wir sind zwar gestern schon ein wenig am Campus herumgelaufen, aber heute hatten wir auch schon Vorträge. Zwar nur Informationen über wohnen, Auto fahren, studieren usw., aber es hat sich schon fast wie richtig Uni-haben angefühlt.

Wir haben am Campus ziemlich coole Sachen: Polizeistation, Health Center, Buchhandlung, Wendy's (Fast Food Restaurant), Starbuck's Coffee, Eishalle, Baseball- und Foodballstadion, Planetarium, Schwimmbad und zwischen den Gebäuden viel Park mit Bäumen und Eichhörnchen (über die gibt es hier ziemlich viele Running-Gags).

In unserer Mittagspause haben wir also einen Burger verdrückt (wie lange werden wir das wohl noch genießen können?) und uns dann, ganz nach amerikanischer Art, mit Merchandising-Artikeln eingedeckt.



Im University Bookstore, wo es fast nur so fachgerecht gekennzeichnete Ware gibt, sieht man relativ viele Eltern, die ihre Kinder nach Bowling Green gebracht haben und bei der Gelegenheit ihren Freshman (Erstsemestrigen) von oben bis unten mit Bowling Green Zeug einkleiden (T-Shirt, Pulli, Jacke, Jogginghose, Shorts, Kappe, Flip-Flops, ...). Hier gibt es alles was der Student und auch der BGSU-falcons Fan so braucht. Auch im Ort gibt es einen solchen "Store", wo Kinder BGSU Shirts und riesige Finger für's Stadion und Perücken und "Go falcons"-Schriftzüge aus Plüsch bekommen. Es gibt sogar falcons-Christbaumkugeln und Hunde- und Katzenhalsbänder!

Es war also ein aufregender und wieder einmal sehr Film-amerikanischer Tag für uns. Da wir unser Kamerakabel daheim vergessen haben, dauert es noch ein Weilchen, bis es hier Umgebungsfotos zu bewundern gibt. (Wir bitten um Ihr Verständnis).

Sonntag, 5. August 2007

The American Way of Life #1


Was das ist? Richtig, ein leicht angestaubtes Stück Teppichboden. Auch richtig, eine halbe Eingangstür in ein (fast leeres) Appartement. Wieder richtig, ein Stück Sesselleiste mit angefügter Mauer. Aber was is eigentlich das lustige Gebilde hier im Vordergrund? Tja, das wüsstet ihr nun gern, was?? ;-)
Ich bin nun mal nicht so und verrate es euch. Das is DIET COKE PLUS. Jawohl. Nicht bloß normale Cola light. Pah. Banausen. Das kann doch jeder. Nein, hier gibts DIET COKE PLUS. Das ist Cola light versetzt Vitaminen und Mineralien. Das is natürlich um Längen besser als normales Cola light. Und gesünder sowieso. Hab jetzt fast die ganze Flasche intus und merke schon richtig die Wirkung der Vitamine und Mineralien. Mir is schon ganz schwindelig ;-)

Wie das Zeug schmeckt? Unser Reporter hat 2 willkürlich des Weges kommende Gestalten nach ihrer Meinung gefragt:
Kathrin A. meint zu dem revolutionären Gebräu: "Ich finde es besser als Cola light oder Cola zero, weil man den Süßstoff nicht so schmeckt."
Manfred B.'s Meinung war weniger diplomatisch formuliert, ist aber nicht weniger einprägsam: "Eigentli wü i a Bier."

Lg aus Amerika,

Manfred

PS: Zitat von Kathi: "Die amerikanischen Werktätigen können bessere Soft-Drinks kaufen."

Samstag, 4. August 2007

Wir sind angekommen!!!

Nachdem wir am Donnerstag nach fast 30 Stunden Anreise am Flughafen in Toledo angekommen sind, waren wir dann doch etwas müde. Jemand von Global Connections hat uns abgeholt und uns in unser Hotel gebracht, wo wir dann eigentlich nur noch schlafen wollten.
Am Freitag hat uns Kerry vom Hotel abgeholt und uns den ganzen Tag betreut: Wir haben die Schlüssel zu unserer Wohnung abgeholt, haben alles Zeug rein gebracht, waren mit zwei anderen international students aus Salzburg essen, waren einkaufen und haben so erste Erkundungen durchgeführt. Wir können bisher nur sagen: Alles wie im Fernsehen!

Da unsere Wohnung bis auf unser Luftbett noch leer ist, sind wir auf der Suche nach günstiger Einrichtung. So haben wir heute schon an eine Tür geklopft, hinter der gerade ein Auszug stattfindet. Wir haben einen Staubsauger gekauft und einen riesen Toaster geschenkt bekommen. Also ein ganz guter Deal. Außerdem werden wir heute vielleicht noch einen Garage-Sale ansteuern. Wie gesagt, vieles kennt man vom Fernsehen.

Heute Abend werden wir mit Kerry und ein paar anderen auf einen Rummel gehen. George kommt erst am Dienstag, Debraleigh kommt leider doch nicht nach BG, darum suchen wir zZ noch nach einem Mitbewohner.
Update: Rummelplatz gestrichen, Mitbewohnerin gefunden!

Alles, was wir bisher gesehen haben, gefällt uns eigentlich sehr gut. Unser Ort ist aber definitiv doch um einiges größer, als wir gedacht haben. Eigentlich ist generell alles größer, als wir gedacht haben.



unsere postadresse:

1082 Fairview Avenue, Apt. U1
Bowling Green, OH 43402