Dienstag, 18. September 2007

Halloween Special

Es ist für uns hier immer wieder schön, wenn wir herausfinden, dass Amerikaner manche Dinge genauso machen, wie wir's von daheim gewöhnt sind. Glücklicherweise ist das regelmäßig der Fall. Fast Food, zum Beispiel, schmeckt hier genauso wie in Österreich. Außerdem sehen die das mit dem Rechtsverkehr auf den Straßen ähnlich wie wir. Und in den Supermärkten finden sich neben einer Vielzahl amerikanischer Produkte auch Sachen von Knorr.

Damit ist es aber noch nicht getan. Gerade in der letzten Woche wurden wir wiederholt auf eine weitere Gemeinsamkeit aufmerksam: Wie wir Österreicher dürfen auch die Amis ihre Feiertagskalender getrost zum Altpapier geben. Auch sie werden nämlich pünktlich 2 Monate im Voraus von den netten Damen und Herren im Einzelhandel daran erinnert, dass eine Festivität quasi unmittelbar vor der Tür steht.

Tja, und da ja schon am 31. Oktober Halloween gefeiert wird, ist es jetzt auch schon allerhöchste Zeit, sich mit allerhand Gruseligem einzudecken. Die Palette reicht dabei von kompletten Kostümen (die Idee, dass Kostüme auch verliehen werden könnten, finden die Amis übrigens eigenartig), über verschiedenartige Deko-Artikel bis hin zu Süßigkeiten und kleine Plastikkübel, in denen Letztere von Kindern in Spiderman- oder Piraten-Kostümen sicher verwahrt werden können. Puh. (Ja, auch ich musste den letzten Satz mehrmals lesen um ihn zu verstehen ;-)

Und wisst ihr was? Wir haben auch schon begonnen, uns mit Kleinigkeiten für Halloween einzudecken. Naja, eigentlich nicht WIR, sondern unsere Mitbewohnerin Nadine, aber sie hat uns an ihrem ersten Einkauf teilhaben lassen. Sie hat sich nämlich bei Kroger eine Packung Scherzblut-Kapseln gekauft, die sie gemeinsam mit mir getestet hat. Kathi war für die fotografische Dokumentation der Aktion zuständig. Man muss ja schließlich seine Halloween-Artikel zuerst mal einem Testlauf unterziehen, bevor man sie unter Realbedingungen zum Einsatz kommen lässt. So sahen die Dinger im Urzustand aus:




TESTBERICHT

Testobjekt: Blutkapsel
Packungsgröße: 10 Stück
Preis pro Packung: überteuerte 99 Cent
Kurzbeschreibung des Testobjekts: Überaus aerodynamisch geformte Plastikhülsen, gefüllt mit dunkelrotem Scherzblut. Höhe ca. 3 cm. Siehe Foto für nähere Informationen

Testerfolg: Positiv
Dauer des Testvorgangs: Ca. 4 Minuten
Kurzbeschreibung des Testablaufs: Die beiden Probanden nehmen nach kurzem Zögern je eine Kapsel in die Mundhöhle und zerbeißen die äußere Hülle ruckartig mit den Backenzähnen. Bereits nach kürzester Zeit tritt in beiden Fällen die gewünschte Wirkung ein und das Scherzblut verteilt sich in den Mundräumen der Probanden. Die Konsistenz des Scherzblutes wurde von den Probanden als "täuschend echt" eingestuft.

Nebenwirkungen: Unkontrollierbares Gelächter in beiden Fällen. Gelächter tritt gehäuft auf, wenn die Probanden die Wirkung der Kapseln im Spiegel mitverfolgen.
Gewöhnungseffekte: (Gott sei Dank) Bisher keine
Geschmack des Scherzblutes: Erdbeer-Kirsch-Katzensträu

Beilagen: 2 weitere Fotos zur Testdokumentation



4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Iiihhhh! So grauslich! Das ihr so was ja nicht mitbringt!

Mum u. Dad

Anonym hat gesagt…

sehr merkwürdig....

lg wolfi

Anonym hat gesagt…

Die Dinger habt ihr wohl aus der Filmrequisitenkiste ergattert;-))

Baumi sen.

ma/ka hat gesagt…

es gibt noch viel merkwürdigere sachen, v.a. wenn man bedenkt, dass das ja alles im supermarkt in kinderreichweite ... FÜR KINDER vekauft wird.