Wenn wir hier dann endlich mal Wochenende haben, verbringen wir den Freitagabend meistens mit Entspannen. Manchmal faulenzen wir auch. Es gab auch schon Freitage, da haben wir uns im Nichtstun geübt. Oder wir dösen vorm Fernseher ein. Falls uns nach ganz besonders viel Action ist, schaffen wirs ins nahe gelegene Kino. Das war's dann aber meistens auch schon. Ende Gelände - die Woche an der Uni hinterlässt doch meistens Spuren an uns.
Der Samstag hat sich in letzter Zeit zu meinem Lieblingstag entwickelt. Das Wochende hat gerade erst begonnen, die nächste Woche ist noch einigermaßen weit weg und man wird nicht schon um halb sieben vom Wecker geweckt. Super Sache! ;-)
Der Samstag ist auch meistens der Tag, an dem wir irgendetwas unternehmen. Letzten Samstag waren wir abends bowlen (Oh Mann, war ich gut *zwinker*) und diesmal stand ein Herbstfestival auf dem Programm. Organisiert wurde es von Global Connections - jener Organisation, die von Zeit zu Zeit so Veranstaltungen macht, um die internationalen Studenten zusammen zu bringen.
Um vier Uhr nachmittags trafen wir uns und wurden dann ein paar Kilometer raus aufs Land gekarrt. Allzu weit mussten wir nicht fahren, denn Bowling Green ist erstens ja nicht riesig und wird zweitens von ländlichen Gebieten umzingelt. Auf einer malerisch an einer Schnellstraße gelegenen Farm wurde uns dann eine ganze Menge geboten:
Da gabs einerseits corn hole - unserer Meinung nach die amerikanische Version von boccia. Man steht sich gegenüber und versucht, mit Mais gefüllte Säckchen so auf ein leicht schräg gestelltes Brett zu werfen, dass diese in ein in das Brett gesägtes Loch plumpsen. Klingt verwirrend? Isses eigentlich nicht. Seht selbst:

Außerdem wurden wir richtig gut verköstigt. In dieser Hütte wurde von den netten Leuten von Global Connections groß aufgekocht - es gab Reis, eine Art Gemüseeintopf, Bohnen (baked beans, wer Filme mit Bud Spencer und Terence Hill kennt, weiß, wovon ich spreche) und jede Menge Obst und Nachspeisen. Wir haben uns also so richtig die Bäuche voll geschlagen.

Darüber hinaus gab es noch Volleyball, Fußball, einen Kürbis-Dekorier-Wettbewerb, Traktorfahrten und Line-Dance. Außerdem konnte man auf dem Teich herumrudern oder einfach auf dem Gelände umherwandern.


Das Tanzen haben wir ausgelassen (welch Überraschung) und uns dafür lieber dem Lagerfeuer und den s'mores gewidmet. Die heißen so, weil man davon angeblich nicht genug kriegen kann und deshalb immer noch 'some more' will. Ganz so isses nicht, weil das Zeug wahnsinnig süß ist. Ich konnte nach 2 Stück nicht mehr und bei Kathi hat der Zuckerschock schon nach einem halben eingesetzt. Bestehen tun die Dinger aus geschmolzenen Marshmallows, die man zwischen zwei Butterkekse klemmt. Aber wir wären nicht in Amerika, wenn das schon alles wäre. Je nach Bedarf kann man dann noch eine oder mehrere Rippen Schokolade zwischen die Butterkekse pappen, was die Kreation geschmacklich abrundet (und den Kalorienzähler großzügig aufrundet). Hier mal Kathi beim Verkosten ihres s'mores. Leider ist das Foto etwas unscharf, aber ich denke, man kann's erkennen.

Sonntage beginnen dafür meistens mit einem Engelchen auf der linken Schulter und einem Teufelchen auf der rechten Schulter. Während sich mein heutiger Teufel noch immer den Bauch hielt und vor Zuckerschock nix herausbrachte, hatte dieser linke Engel leichtes Spiel. Er überzeugte mich, dass ich heute fleißig sein sollte . Morgen fährt der Uni-Zug wieder mit voller Geschwindigkeit weiter und darauf sollte man schon auch vorbereitet sein. Wir verbrachten also den Tag zu Hause und stürzten uns auf unsere Bücher. Kathi liest sich in ihre Diplomarbeits-Literatur ein und ich hab mich durch geschichtliche Fachliteratur gelesen. Es war also mal wieder höchst spannend.
In den spärlichen Lernpausen hab ich mich sportlich betätigt. Ich bin Formel 1 gefahren (naja, was solls... wenigstens nicht Alonso!), hab ein paar Footbälle geworfen (yeah, Falcons! 30-21 Sieg gegen Kent State) und ein paar Basebälle geschlagen (Spiel zu Redaktionsschluss noch nicht entschieden... Go Indians!). Also rein passiv vor dem Fernseher liegend mein ich jetzt. Aber das habt ihr euch vermutlich eh schon gedacht.
Naja, dann auf in eine neue Woche. Bis bald,
Manfred
5 Kommentare:
Corn hole ist cool! Bitte sofort Bauplan schicken.
Bussi
Mum u. Dad
pah, bauplan ist doch was für verlierer! das system müsste eigentlich aus dem foto ersichtlich sein. natürlich hat der amerikanische footballfan auch die möglichkeit das corn hole equipment mit teamlackierung und farblich abgestimmten maispölsterchen zu erwerben.
:o)
so jetz hat mir endlich mein papa eure homepage adresse gesagt::
passt zwar gar nicht dazu aber das wollte ich nur kurz anmerken, weil ich ja noch nie (bis jetzt) auf der homepage war
GANZ LIEBE GRüße IRINA (deine cousine ;-) )
Um mal sportlich zu bleiben - passiv versteht sich Ich sage nur Kimi und die wundersame Weltmeisterschaftspunktevermehrung Es ist einfach unwahrscheinlich
Jedenfalls: sollte ich mal die Wahl treffen müssen zwischen einem Mercedes und einem Ferrari dann hat mir der GP von Brasilien schwer geholfen
Schaut alles ganz gemütlich aus, die Landschaft und die Anlage.
Toll ist auch der 48ender oder wieviele Enden hat das Ding an der Hüttenwand?
Liebe Grüße und weitere schöne Wochenende wünscht Euch
Baumi F
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