So, mit einem Tag Verspätung gehts hier weiter. Warum erst heute? Nun, Kathi und ich waren gestern bis 21 Uhr an der Uni und haben uns im Anschluss daran ein Bierchen (Bud light, igitt!) im Uni-Pub gegönnt. In diesem Pub war gestern Quiz-Night, d.h. die hatten einen Quizmaster, der pro Runde 10 Fragen stellte. Das gesamte Lokal konnte dann miträtseln und einzeln oder in Gruppen die gefundenen Antworten notieren. Am Ende jeder Runde gabs eine Auswertung und kleine Preise zu gewinnen.
Tja, wir haben leider nix gewonnen, da wir nicht wussten, welche Namen die Amerikaner gerne ihren Hunden geben. Wir haben "Waldi" geraten - war leider nicht richtig. Egal, hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Leider wars dann, als wir nach Hause gekommen sind, schon ziemlich spät und wir haben das Blog-Eintrag-Schreiben auf heute verschoben.
Aber ich schweife ab. Ich wollte ja eigentlich von unserem Pittsburgh-Ausflug erzählen. Also los:
Auch den dritten Tag begannen wir mit einem furchterregenden kontinentalen Frühstück: Kaffee und winzige Schoko-Donuts. Schon wieder. Tja, das Leben ist kein Wunschkonzert ;-) Wir sind dann ziemlich schnell aufgebrochen und in die Stadt gefahren. Bereits am Tag zuvor hatten wir entschieden, diesen Vormittag der Pop-Art zu widmen. Also jener Kunstrichtung, deren Hohepriester Andy Warhol geborener Pittsburgher war. Deswegen gibt es in Pittsburgh auch das Andy-Warhol-Museum, das auf nicht weniger als 7 Stockwerken eine ganze Menge Arbeiten des Künstlers ausstellt.

Suchbild: Auf dem unteren Foto habe ich mich irgendwo versteckt. Ich weiß, kaum zu glauben. Falls mich jemand finden sollte: Das Polo-Hemd is neu ;-)

So gegen Mittag beschlichen uns dann allerdings zwei merkwürdige Gefühle: Erstens waren wir der Meinung, dass wir die Kunst Andy Warhols mittlerweile ausreichend gewürdigt hätten und zweitens machte sich eine gewisse Bauchleere, begleitet von (mehr oder weniger rhythmischem) Magengrummeln in uns breit. Tja, und da ein Mann tun muss, was ein Mann eben tun muss, sind wir raus aus dem Museum und rein in ein nettes italienisches Restaurant, das uns mit Unmengen Pasta versorgte. Gefüllt bis oben hin und ausgestattet mit Take-Away-Boxen (niemand aus unserer Runde konnte seine/ihre Portion aufessen), wanderten wir dann eine Weile durch die Stadt.
Da die Stadt Pittsburgh an drei Flüssen liegt und das ganze Terrain außerdem sehr hügelig ist, findet man hier mehr Brücken als in Venedig. Einige wenige davon habe ich auf unserem Spaziergang fotografiert. Außerdem sind wir am Baseballstadion, der Heimstätte der Pittsburgh Pirates, vorbeigekommen. Auch hier haben wir einen verstohlenen Blick reingeworfen:


Nach dem Stadtspaziergang fuhren wir erst noch in ein Einkaufszentrum in der Nähe unseres Hotels. Nach einer Shopping-Runde ging es dann zurück ins Hotel zum Duschen und Entspannen.
Der Höhepunkt des Tages erwartete uns schließlich um 19 Uhr. Wir hatten eine Rundfahrt mit Ducky-Tours gebucht. Ja, das mag sich jetzt lustig anhören, war aber richtig toll. Ducky-Tours-Rundfahrten werden nämlich nicht mit herkömmlichen Bussen durchgeführt, sondern mit diesen lustigen Teilen hier:

Was so besonders an diesem Ding ist? Ganz einfach, es kann schwimmen. Diese Ducks sind Amphibienfahrzeuge, die 1945 für den Krieg gebaut, jedoch nicht mehr gebraucht wurden. Deshalb strandeten sie irgendwie in Pittsburgh, wo irgendwann irgendwer auf die Idee kam, diese Gefährte mit Touristen voll zu stopfen und Rundfahrten zu organisieren. Wie, ihr glaubt mir nicht, dass diese Dinger schwimmen können? Na gut, ich kanns beweisen:

Unsere Duck chauffierte uns eine knappe Stunde durch Pittsburgh, während der Fremdenführer ununterbrochen auf uns einredete. Dafür wissen wir jetzt jede Menge Interessantes, Spannendes, Lustiges und Unnützes über die Geschichte der Stadt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Gefängnis-Szenen aus
Das Schweigen der Lämmer hier gedreht wurden? Oder dass es in Pittsburgh Straßen gibt, die mit den zerschredderten Resten eines abgerissenen Hauses asphaltiert wurden? Na seht ihr, man lernt eben nie aus ;-)
Außerdem hat uns das Enten-Gefährt zu Plätzen gebracht, die wir sonst nie gesehen hätten. Das alte Diesel-Unterseeboot aus dem 2. Weltkrieg zum Beispiel, das direkt vor der Stadt vor Anker liegt, hätten wir sonst nie entdeckt. Außerdem sahen wir das Wahrzeichen der Stadt, die Pittsburgh-Fountain vom Wasser aus. Diese Wasserfontäne verfügt über ein eigenes Computer-Steuerungssystem. Je nach vorherrschender Windstärke ändert sich die Höhe der Fontäne automatisch. Viel Wind - winzige Fontäne, kein Wind - Riesen Fontäne (ihr seht, ich gebe bereits das ganze unnütze Wissen des Reiseführers an euch weiter)


Nach der Rundfahrt trafen wir uns mit dem Rest der Gruppe zum Abendessen. Im Anschluss daran schossen wir noch eine Reihe von Erinnerungsfotos an der Central Station. Oder genauer gesagt: Vor den beleuchteten Wasserspielen, die eine ganz nette Kulisse abgaben:

Unser ganzes Pack von links nach rechts: Caroline, Kathi, Manfred, Claudia, Tameika, Andrea, Michi und Claudia

Nach diesem langen Tag waren wir fürs Erste einmal richtig geschafft und fielen in unsere Betten.
Tag 4 ist dann rasch erzählt. Nach dem Frühstück (fragt nicht) ging's noch einmal kurz in das Einkaufszentrum, das wir am Vortag entdeckt hatten. Dann machten wir uns auch schon auf die Heimfahrt, bei der wir unseren Weg zur Abwechslung sogar auf Anhieb fanden. Hier noch ein letztes Bild davon: