Ha, heute bin ICH mal der mit dem Fotoalbum. Und IHR müsst zuhören. Hier geblieben - dass mir ja keiner davonrennt. Heute heißts: Foto schauen mit Manfred. Auf geht's *räusper*
Auf dem ersten Bild schwatze ich gerade mit Forrest. Forrest Gump. Den haben wir auf unserer letzten Reise in Chicago getroffen. Es gibt hier in den USA nämlich eine Restaurantkette mit dem Namen Bubba Gump Shrimp Company. Dort gibt es, wie ihr sicher schon vermutet habt, Meeresfrüchte und vor allem Shrimps. Und genau dort haben wir Forrest getroffen. Er saß auf einer Parkbank vor dem Restaurant und wartete auf jemanden, dem er seine Geschichten erzählen kann. Ich hab mich eine Weile zu ihm gesetzt und mit ihm gequasselt (er kennt Österreich und Arnie und Salzburg und die Familie Trapp). Zum Abschied hat er uns noch eine Schoko-Praline geschenkt und uns den folgenden guten Rat gegeben: Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt. Recht hat er, der Forrest.

Auch das nächste Foto ist in Chicago verstanden. Und es zeigt schon wieder mich. Diesmal bin ich kurz davor, einem überaus gut aussehenden jungen Herrn die Tracht Prügel seines Lebens zu verpassen. Nur keine Angst, es ist letztendlich nicht zur Prügelei gekommen. Jetzt im Nachhinein bin ich richtig froh darüber, denn dieser Kerl sieht ja richtig muskulös aus. Gut, dass ich da nochmal davon gekommen bin ;-)

Oh ja, ein Bild aus meiner Feuerwehrauto-Fotosammlung. Seit wir hier sind, versuche ich, die richtig großen Feuerwehrtrucks vor meinen Fotoapparat zu bekommen. Deshalb springe ich bei jedem Folgetonhorn-Gehupe wie von der wilden Tarantel gestochen herum und kreise meine Kamera bedrohlich durch die Luft. Die Ausbeute ist bisher leider mangelhaft. Keine Ahnung, woran das liegt ;-)
Das Feuerwehrauto auf dem Foto ist eine Drehleiter, die ich in Chicago erwischt hab. Das war ausmahmsweise einmal leicht, weil: Rote Ampel. Da musste die stehen bleiben. Hehe. Das Gebäude im Hintergrund ist der Sears Tower, mit 527 Metern Höhe ist er derzeit das höchste Gebäude in den USA.

Das nächste Bild hat einen Namen, es nennt sich: Darf George rauskommen zum Spielen?
Ich hab mich leider nicht getraut, den Knopf wirklich zu drücken, da einige Meter hinter mir 2 Sicherheitsbeamte standen. Ich hab zwar nicht mit denen gesprochen, aber irgendetwas hat mir auch so gesagt, dass die nicht allzu oft Schabernack trieben. Es war also sicher eine gute Entscheidung, nicht zu drücken, auch wenn wir jetzt nie erfahren werden, ob George Zeit zum Spielen gehabt hätte...

Amerikaner und Hausdekorationen. Das ist ein eigenes Kapitel. Zu Halloween hatten einige Hausbesitzer regelrechte Friedhöfe in ihren Vorgärten angelegt. Da gab es falsche Grabsteine, Plastikzombies, polizeiliches Absperrband und falsche Spinnweben. Einer hatte sogar einer lebensgroßen Puppe einen Strick gedreht und ließ sie im Garten von einem Ast baumeln.
Mit Beginn der Weihnachtszeit ist das Gruselzeug aber verschwunden und die Lichterketten wurden rausgeholt. Jede Menge Lichterketten. Die vormaligen Friedhofsvorgärten wurden dann flugs in eine Winter-Märchenlandschaft verwandelt. Ungefähr so:

Oh, und falls ich's noch nicht gesagt haben sollte: Ferien sind toll. Richtig super. Wir sitzen schon seit Tagen hier rum und genießen es so richtig, dass mal nix zu tun ist. Also verbringe ich den Großteil des Tages damit, Football Spiele im Fernsehen zu verfolgen, um hinter die ganzen Tricks und Feinheiten dieses Sports zu kommen. In den Spielpausen lese ich etwas, oder kicke mit meinem Weihnachtsfußball im Wohnzimmer rum (noch is nix zu Bruch gegangen, aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit). Das folgende Foto zeigt unseren derzeitigen Elan ziemlich gut:

Aber nicht, dass ihr jetzt einen komplett falschen Eindruck von uns kriegt. Wir liegen nicht ausschließlich faul herum, wir gehen mit unserer Energie nur sehr, ahm, ökonomisch um. Manchmal gehen wir jedoch auch in die Stadt auf einen Kaffee, außerdem waren wir in den letzten Tagen zwei Mal im Kino (The Waterhorse und Sweenie Todd). Wir sind also nicht komplett untätig. Ohja, und wir kochen. Nachdem es zur stressigen Klausurzeit meist nur schnelle Küche gab, haben wir jetzt wieder richtig Zeit dafür, richtig zu kochen. Also gab's bereits:
- Schnitzel "Italia"
- Erdäpfelnudel mit Rahm
- Gemüselasagne
- Lende in Currysauce
- Eispalatschinken als Dessert (2x, yummie)
- und noch irgendwas, das ich jetzt gerade vergessen hab...
Diese Woche waren wir bei Fred zum Dinner und es gab richtiges amerikanisches Essen. Dabei absolut unverzichtbare Zutaten waren unter anderem: Käse, den man nicht einkühlen muss, und Kartoffelchips. Es war sehr interessant - und sehr lecker. Morgen kommen Fred und Mark zum Gegenbesuch und es gibt - klar - Wiener Schnitzel.
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