Mittwoch, 13. Februar 2008

Harlem Globetrotters

Zugegeben: Was Blog-Einträge betrifft, haben wir uns in letzter Zeit etwas gehen lassen. Und was dabei noch schlimmer ist: Wir haben diesmal nicht einmal eine vernünftige Ausrede für die lange Eintrag-lose Zeit. Es sei denn, ihr akzeptiert pure, hartnäckig-hinterhältige Faulheit als eine gültige Ausrede. Weil dann haben wir ein wasserdichtes Alibi.

Nur weil wir in den letzten Tagen nix geschrieben haben, heißt das aber nicht, dass gar nix los gewesen wäre. Wochentags haben wir in der Zwischenzeit den üblichen Uni-Alltag runtergespult. Das Programm bestand also aus: Vorlesungen besuchen, dem Wind trotzen, Deutsch-Studenten auf die Finger klopfen, dem Schneesturm trotzen und natürlich lesen, lesen, lesen. Zum Wochenende hin ist dann aber doch auch meistens Zeit für vergnüglichere Sachen. Da kochen wir uns meistens was Leckeres, gehen auf Geburtstagsparties von Freunden, oder sehen uns einen Film im Kino an. Und wenn ansonsten irgendwas Außergewöhnliches vor sich geht, lassen wir uns das natürlich auch nicht entgehen...

... so wie letzten Freitag, als die berühmten Harlem Globetrotters am Campus Station machten. Für all jene, denen das so überhaupt gar nix sagt: Die Harlem Globetrotters sind ein amerikanisches Basketballteam, das seit über 80 Jahren um die Welt reist und dabei kleine und große Kunststückchen mit dem Basketball vorführt. Aber bevor jemand fragt: Nein, die Originalbesetzung von vor über 80 Jahren ist nicht mehr mit von der Partie ;-) Die Jungs, die die heutige Mannschaft bilden, haben sportlich aber auch ganz schön was drauf:


Obwohl die Globetrotters offiziell darauf bestehen, dass ihre Spiele ernst gemeinte sportliche Auseinandersetzungen sind, steht ganz klar der Showfaktor im Vordergrund. Da klaut dann schon mal einer der Spieler eine Popcorn-Tüte aus der Hand eines Zusehers, oder bewirft den Schiedsrichter mit Schuhen, die er ebenfalls aus dem Zuseherrang stiebitzt hat. Spätestens wenn das Spiel für Tanzeinlagen unterbrochen wird, hat auch wirklich jeder Besucher verstanden, dass das Match nicht ganz ernst gemeint sein kann. Dass die sich gegenseitig die Shorts runterziehen und Spongebob-Boxershorts präsentieren, wäre dann gar nicht mehr unbedingt nötig gewesen. Aber man will ja mal lieber auf Nummer Sicher gehen:


Gegner haben die Harlem Globetrotters natürlich auch, und zwar die Washington Generals. Die reisen mit den Globetrotters mit und glänzen dabei vor allem durch ihre beeindruckenden Niederlagenserien. Bei ihren Reisen rund um die Welt haben es die Generals in den letzten Jahrzehnten schon mehr als 13.000 Mal mit den Globetrotters aufgenommen - und dabei bloß 6 Mal gewonnen. Angesichts dieser überwältigenden Niederlagenserie finde ich es direkt verwunderlich, dass die Generals in grün-gelben Dressen auflaufen. Wo doch Grün-Weiß viel besser passen würde...
Hier eine Szene aus dem Spiel. Man achte auf den Trainer der Generals im Hintergrund (ja, der der über den Gehstock gekrümmt ist):


Die Harlem Globetrotters kennt in Amerika fast jedes Kind. Das geht so weit, dass man im Publikum auf Kinder trifft, die jede einzelne Tanzchoreographie der Spieler bereits auswendig können und fleißig mittanzen. Natürlich stehen die Kleinen geschlossen hinter ihrer Mannschaft, den Globetrotters, während den Generals keiner auch nur einen Korb gönnen will. Allerdings war das Spiel lange Zeit ausgeglichen, was bei den Kiddies um uns herum schon ganz ordentliches Zähneklappern hervorrief. Als die Schlusssirene aber schließlich heulte, hatten es die Globetrotters wieder einmal geschafft und ihre Gegner in die Schranken gewiesen (welch Überraschung).

Zum Abschluss haben wir hier noch ein kleines Video. Es zeigt einen Spielzug der Globetrotters und einige Spieler der Generals, die sich darauf beschränken, wie aufgeschreckte Hühner dem Ball hinterher zu laufen. Natürlich kriegen sie ihn nie. Ätsch.

Viel Spaß damit und bis bald!


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ja, Ja, der Neid auf Grün-Weiß ist schon was schiaches, warum sollte eine dahergelaufene Nudeltruppe auch mit einer solchen Farbe spielen dürfen?
Als kleine Revanche füll ich euch dafür den Blog an, damit auch alle unwissenden sehen, wer die beste Mannschaft Österreichs ist.
Also los geht’s: Der SK Rapid hat insgesamt 31 mal den österreichischen Meistertitel gewonnen. Erachtet man die Meisterschaft als wichtigsten Bewerb auf nationaler Ebene so ist Rapid der erfolgreichste Verein des Landes.
Erfolge
National
• Österreichische Meisterschaft und Deutsche Meisterschaft
o 31 x Österreichischer Meister: 1912, 1913, 1916, 1917, 1919, 1920, 1921, 1923, 1929, 1930, 1935, 1938, 1940, 1941, 1946, 1948, 1951, 1952, 1954, 1956, 1957, 1960, 1964, 1967, 1968, 1982, 1983, 1987, 1988, 1996, 2005
o 22 x Österreichischer Vizemeister: 1914, 1918, 1928, 1933, 1934, 1947, 1949, 1950, 1958, 1959, 1965, 1966, 1973, 1977, 1978, 1984, 1985, 1986, 1997, 1998, 1999, 2001
o 1 x Deutscher Meister: 1941
o 1 x 3. in der Deutschen Meisterschaft: 1940
• Österreichischer Cup und Deutscher Cup
o 14 x Österreichischer Cupsieger:1919, 1920, 1927, 1946, 1961, 1968, 1969, 1972, 1976, 1983, 1984, 1985, 1987, 1995
o 12 x Österreichischer Cupfinalist: 1929, 1934, 1959, 1960, 1966, 1971, 1973, 1986, 1990, 1991, 1993, 2005
o 1 x Deutscher Pokalsieger: 1938
o 2 x Halbfinalist im Deutschen Pokal: 1939, 1940
• Österreichischer Supercup
o 3 x Österreichischer Supercupsieger: 1986, 1987, 1988
• Wiener Stadthallenturnier
o 7 x Sieger des Wiener Stadthallenturniers: 1972, 1988, 1990, 1995, 1997, 1998, 2004
International
• Mitropapokal
o 2 x Mitropacupsieger: 1930, 1951
o 3 x Mitropacupfinalist: 1927, 1928, 1956
• Europapokal
o 2 x Europapokalfinale: 1985 (CC), 1996 (CC)
o 3 x Europapokal-Semifinale: 1961 (CM), 1985 (CC), 1996 (CC)
o 8 x Europapokal-Viertelfinale: 1956 (CM), 1961 (CM), 1967 (CC) 1969 (CM), 1984 (CM), 1985 (CC), 1986 (CC), 1996 (CC)
• Champions League
o 2 x Teilnahme an der Champions League: 1996, 2005
• UI-Cup
o 3 x UI-Cupsieger: 1992, 1993, 2007

Noch Fragen???