Aber nicht nur wir waren aufgeregt, sondern wohl auch der Busfahrer, der uns heute morgen zum Park bringen sollte. Wie sonst lässt es sich erklären, dass uns der Gute gleich eine geschlagene Dreiviertelstunde vor Parköffnung dort absetzte?!? Wir begannen den Tag also mit einem Picknick-Frühstück im angrenzenden Park und warteten auf den Einlass. Als wir dann schließlich in den Park gelassen wurden, wollten wir natürlich sofort loslegen. Aber recht weit kamen wir nicht, denn schon nach wenigen Schritten wurden wir höflich darauf hingewiesen, dass nun die amerikanische Hymne über die Park-Lautsprecher gespielt werden würde und die natürlich unsere ungeteilte Aufmerksamkeit haben müsse. Also haben wir andächtig inne gehalten, uns zur Flagge gedreht und die Hymne abgewartet. Dann konnte es endlich los gehen.
Da wir in letzter Zeit bereits mehrmals in Aquarien waren, beschlossen wir diesmal vor allem die Shows zu besuchen. In der Zeit zwischen den einzelnen Vorstellungen blieb dann ohnehin noch genug Zeit, um den Fischen kurze Besuche abzustatten. Wir begannen unsere Show-Tour mit einer Vorstellung der beiden Seelöwen Clyde und Seamore, die unterstützt wurden von dem unglaublich vollschlanken Walross Sir Winston.


Nach dieser witzigen Vorstellung machten wir uns gleich auf zur Show der Wale und Delfine, die wir auf keinen Fall verpassen wollten. Wer unseren letzten Post gelesen hat, weiß ja bereits, dass "unser" Delfin Scarlett auch in Seaworld auftritt und es somit zu einem kurzen Wiedersehen kommen würde. Wir sicherten uns also gute Plätze im Stadion, um einen guten Blick auf die Gute zu haben. Die Delfin- und Walshow war im Gegensatz zur Seelöwen-Show weniger lustig, aber dafür umso artistischer. Es wimmelte dabei nur so vor Trapezkünstlern, Turmspringern und Artisten:


Aber natürlich kamen auch die eigentlich Hauptattraktionen - die Wale und Delfine - nicht zu kurz. Hier ein Foto der beiden kleinen Wale, die meiner bescheidenen Meinung nach eine verblüffende Ähnlichkeit mit zu groß geratenen Nackschnecken nicht abstreiten können.

Und dann war da natürlich auch noch Scarlett. Sie war top in Form und begeisterte das Publikum mit ihren Sprüngen und Salti. Hier hab ich sie auf einem Foto mit den anderen Delfinen erwischt. Falls sie jemand nicht von ihren Artgenossen unterscheiden können sollte: Scarlett ist die Graue ;-)

Die meisten verbinden Seaworld jedoch mit den Auftritten der Killerwale, oder Orcas. Als letzten Höhepunkt unseres Besuches sahen wir uns also auch noch die Killerwal-Show an, die wieder in einem anderen Stadion statt fand. Jene Plätze, in denen man nass werden könnte, waren sicherheitshalber genau markiert. Und das war auch gut so, denn die Orcas sind wirklich auf Nummer sicher gegangen und haben jeden Besucher aus den vordersten Reihen mehrmals erfrischt (das Wasser im Walbecken hat indiskutable 11°C).


Die Show war wirklich atemberaubend. Die Orcas sind aus dem Wasser gesprungen, absichtlich am Beckenrand gestrandet, haben ihre Trainer auf den Schnauzen balanciert und, natürlich, für eine ordentliche Menge auffrischende Feuchtigkeit in den ersten Reihen gesorgt. Süß war vor allem das Wal-Baby, das brav mit seiner Mama seine Runden drehte und auch schon einige Kunststückchen drauf hatte.


Im Seaworld Orlando gibt es kleine, mittlere und große Killerwale. Tja, und dann gibt es noch Shamu, den unumstrittenen Herrscher des Meeres. Wenn man so will, ist Shamu für Seaworld das was Knut für den Berliner Zoo ist, oder der Kakadu für den Zoo von Coconut Grove. Die gesamte Show war auf ihn zugeschnitten. Die kleineren Orcas absolvierten mehr oder weniger ein Vorprogramm, um die Menge für den Auftritt des Sirs vorzubereiten. Auf Geheiß der Trainer und Zuseher, die ihn mit einem eigenen Tanz anlocken, kommt Shamu dann ins Becken und wuchtet seinen Luxuskörper in die Luft. Ganz zur Freude der Besucher und ganz zur Erfrischung der vorderen Bankreihen. Hier mal zum Größenvergleich - DAS ist Shamu:


Es hat uns also richtig gut gefallen in Seaworld. Da wir nach der Orca-Show aber noch einige Zeit übrig hatten, sind wir noch mit dem öffentlichen Bus in ein Designer-Outlet gefahren, wo wir einige wirklich gute Schnäppchen gemacht haben: Die haben mir doch allen Ernstes Puma Turnschuhe um umgerechnet 30 Euro andrehen wollen. Pah, Wucher! Ich hab dann das adidas Modell um 7 Euro genommen. Und noch einigen anderen Kram ;-)
Alles in allem also wirklich ein gelungener Tag. Morgen geht es noch in den letzten der 4 Disney-Themenparks hier in Orlando - und zwar ins Animal Kingdom. Tja, und dann müssen wir am Samstagmorgen auch schon wieder die Rückreise ins verschneite Bowling Green antreten *zitter*
1 Kommentar:
Danke, danke für den interessanten Bericht. Genießt noch den Tag in der Wärme und gute Heimreise. Nächste Woche können wir leider euren Blog nicht lesen, begeben uns für eine Woche in Richtung Schnee.
Bussi
Mum u. Dad
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